Wehrdienstverweigerung – Tod früher, Flucht heute

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Vor 80 Jahren wurde der erste Wehrdienstverweigerer im NS-Deutschland hingerichtet, August Dickmann aus Dinslaken wurde wegen seiner christlichen Überzeugung als Zeuge Jehovas im KZ erschossen. Der Kooperationsabend des Kommunalen Integrationszentrums mit der Villa Merländer erinnert nicht nur an den 29-Jährigen – es wird der Bogen zu der Krefelder NS-Opfergruppe der Religionsgemeinschaft mittels bisher unveröffentlichter Dokumente von Aurel Billstein geschlagen. Einige bewahrte Abschiedsbriefe der damals Hingerichteten werden in der Villa ausgestellt und auch verlesen – unter anderem von einem Syrer, der heute eben auch wegen Wehrdienstverweigerung in Krefeld Zuflucht gefunden hat. Der Kölner Historiker Dr. Hans Hesse bietet den wissenschaftlichen Hintergrund mit einem Fachreferat.